Woher kommt der Valentinstag?

Valentinstag: Was feiern wir am 14. Februar? Der Valentinstag ist ursprünglich ein hoher kirchlicher Festtag. Der Tag erinnert im Heiligenkalender an den Märtyrertot des Heiligen Valentin von Terni. Damit haben sich später allerlei Bräuche für Liebende verbunden.

Nein, der Valentinstag am 14. Februar erinnert nicht an den Schutzpatron der Floristen oder der Pralinenfabrikanten. Ursprünglich war dies sogar ein sehr wichtiger kirchlicher Festtag Solange Weihnachten – wie heute noch in der Ostkirche – am 6. Januar begangen wurde, war es der 40. Tag nach diesem Fest der Geburt Jesus. Es war das Fest der Darstellung des Herrn, das die westlichen Kirchen heute am 2. Februar – Mariä Lichtmess – feiern.

Die Tradition des Valentinstags wird heute zumeist auf die Sage des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt, der als christlicher Märtyrer starb. Mehrere Orte in Deutschland behaupten, die Gebeine als Reliquien zu verwahren. So die bayerische Stadt Krumbach im Kreis Günzburg. Auch in der Kirche Santa Maria in Cosmedin in Rom werden die angeblichen Reliquien ausgestellt.

Valentin war im dritten Jahrhundert nach Christus der Bischof der italienischen Stadt Terni (damals Interamna). Er hatte laut dieser Sage einige Verliebte christlich getraut. Unter ihnen waren Soldaten, die nach damaligem kaiserlichen Befehl während ihrer zwanzigjährigen Dienstzeit unverheiratet bleiben mussten. Zudem hat er der Sage nach den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, haben der Überlieferung nach unter einem guten Stern gestanden. Auf Befehl des Kaisers Claudius II. wurde er am 15. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.

Bräuche erinnern an ein heidnisches Fest

Eine Erweiterung der Sage bringt den Todestag Valentins mit dem römischen Fest Lupercalia zusammen, das auf den 15. Februar fiel. Es war der Feiertag der römischen Göttin Juno (griechisch.: Hera), der Frau des Jupiter (griechisch.: Zeus) und Schutzpatronin der Ehe. Junge Mädchen gingen an diesem hohen Festtag in den Juno-Tempel, um sich ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl zu holen.

Junge Männer aus dem einfachen Volk zogen an diesem Tag Lose, auf denen die Namen der noch ledigen Frauen standen. Die so gelosten Pärchen gingen miteinander aus, und manche sollen sich so ineinander verliebt haben. Dieser Volksbrauch galt vielen römischen Aristokraten als unmoralisch.

„Vogelhochzeit“ als Ursprung der Bräuche?

Der Brauch, die Ehefrau mit Blumen zu ehren, soll im Barock in England entstanden sein. Von dort kam dieser Brauch in die USA. Amerikanische Soldaten sollen ihn nach dem 2 Weltkrieg nach Europa gebracht haben. In Nürnberg – damals Amerikanische Besatzungszone – wurde erstmals 1950 ein Valentinsball gefeiert. Heute haben sich Valentinsbräuche bis nach China ausgedsehnt. Volkskundler weise aber darauf hin, dass in slawischen Gebieten schon immer um den 14. Februar herum die „Vogelhochzeit“ gefeiert worden ist. Ein Brauch, der auch in England der eigentliche Ursprung gewesen sein könnte.

Auffallend sind die Ähnlichkeiten zwischen den Bräuchen zum Valentinstag und denen, die zu Sozialistischen Zeiten im ganzen damaligen Ostblock zum Internationalen Frauentag am 8. März üblich waren – und zum Teil in diesen Ländern heute noch sind.

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