Wer hat den Kaiserschnitt erfunden

Schwangerschaft

Der Kaiserschnitt

Schon im Jahr 1929 hatte Max Hirsch die Idee, Kaiserschnitte durchzuführen, anstatt mit Zangen und Saugglocke zu arbeiten. Jedoch erst später, als Antibiotika, neue Narkosemöglichkeiten und Beatmungsgeräte erfunden wurden und Infektionskrankheiten besser erforscht waren, stieg die Kaiserschnittrate. Bis vor wenigen Jahren kam ein Kaiserschnitt nur bei Komplikationen oder zu hohen Risiken in Frage. Er war also eher die Ausnahme. Heutzutage ist jede fünfte Geburt ein Kaiserschnitt. Jeder dritte Kaiserschnitt wird dabei aufgrund einer Steißlage durchgeführt, also wenn das Kind mit dem Kopf nach oben liegt.

Vorteile, Nachteile und Risiken im Vergleich zur vaginalen Entbindung.

Wenn Frauen von einer „vaginalen Geburt“ hören, schwirren bei den meisten Schlagworte wie heftigste Schmerzen, dramatische Momente, Risse, Schnitte und Verletzungen durch den Kopf. Wie hoch die Verletzungsgefahr, die Intensität oder Dauer der Schmerzen sind, ist häufig unklar. Daher rühren bei vielen Frauen die Ängste vor einer Geburt. Viele Frauen entschließen sich für die planbare, berechenbare Alternative des Kaiserschnitts. Dass dieser jedoch völlig schmerzfrei ist, stimmt nicht. So empfindet jede Frau es anders, ob die Wundheilungsschmerzen schlimmer oder schwächer sind als Wehen bei einer normalen Geburt.

Vorteile eines Kaiserschnitts

Bei einem Wunschkaiserschnitt ist die Planbarkeit der Geburt einer der Hauptgründe. Ein vereinbarter Termin nimmt einen großen Teil der Angst vor der Geburt. Es gibt weniger akute Fälle, bei denen die Wehen einsetzen und die Frau sofort ins Krankenhaus muss. Es wird bei einem Kaiserschnitt weniger Personal gebraucht und die Entbindung geht schneller. Der Beckenbogen wird weniger belastet als bei einer normalen Geburt und Risiken wie Aussetzen von Wehen, nachlassende Herztöne des Kindes, Abdrücken der Nabelschnur oder, dass das Kind im Geburtskanal stecken bleibt, sind nicht gegeben oder geringer.

Nachteile eines Kaiserschnitts

Nachteile eines Kaiserschnitts sind selbstverständlich die generellen Risiken bei einer Operation. Auch steht ein längerer Aufenthalt in der Klinik bevor, von fünf bis zehn Tagen, und somit kommt es auch zu höheren Kosten. Eigentlich zahlen Krankenkassen keinen Wunschkaiserschnitt, wenn er von einem Arzt nicht begründet ist. Aber für diese Begründung reichen in der Regel bereits die psychischen Belastungen einer normalen Geburt für die Frau. Der aus Sicht der meisten Frauen größte Nachteil ist das Fehlen des Geburtserlebnisses. Das Überstehen dieser Qualen und der bestandene Kampf kann viele Frauen stärken und ihnen Mut geben, dass sie vieles überstehen können. Wer eine solche Geburt geschafft hat, wird das Großziehen des Kindes sicher auch schaffen. Zumindest fühlt es sich für viele Frauen in diesem Moment so an. Schmerzen gelten heutzutage in unserer Gesellschaft zwar eher als sinnlos, werden also gerne vermieden. Jedoch gibt es keinen Schmerz, bei dem das Aushalten so sehr belohnt wird, wie bei einer Geburt. Es gibt auch kaum einen Schmerz, der so schnell vergessen wird. Wenn die Frau ihr Kind in den Armen hält, waren die Qualen im Rückblick auf einmal gar nicht mehr so schlimm.

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