Wer erfand Kinect: Spielen mit Hand und Fuß

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Kinect: Spielen mit Hand und Fuß – nun ist die Xbox dran. Die Wii hat es erfolgreich vorgemacht: Spielen mit ganzem Körpereinsatz. Nun zieht auch endlich Softwaregigant Microsoft mit „Kinect“ für die Xbox 360 nach.

Wer hätte vor 10 Jahren schon daran gedacht, Mario & Co. mit direkten, eigenen Bewegungen zu steuern? Seit der Wii genießen viele Spieler auf der ganzen Welt ein neues Spielgefühl, das über das Klicken von Mäusen und Controllern hinausgeht. Es kam Bewegung ins Spiel! Letztlich musste auch Microsoft nachgeben, um dem erfolgreichen Konzept von Nintendos Wii die Stirn zu bieten. Ob das dem Softwaregigant gelingt oder nicht, finden Sie hier heraus.

Kinect vs. Wii

Wo bei der Wii noch ein Controller notwendig war, um die Hand- und Armbewegung zu übernehmen, geht Kinect (auch bekannt als: „Project Natal“) für die Xbox 360 einen ganz entscheidenden Schritt weiter. Sie benötigen nun zur Steuerung nichts weiter als Ihren eigenen Körper, keinen Controller mehr. Die Menübedienung der Programme und Spiele ist dabei völlig intuitiv. Sie benutzen einfach Ihre Gliedmaßen, vornehmlich die Hände, um durch die Menüs zu navigieren und die Spielinhalte zu steuern. Das war auch schon alles. Videospiele werden immer unkomplizierter und einer breiteren Masse zugänglich, da die Bedienung immer einfacher wird – eine größere Klientel steht dem Hersteller somit zur Verfügung.

Der Wii-Killer – Neue Technik, neue Möglichkeiten

Klingt alles spielend leicht, doch wie funktioniert es genau? Vor dem heimischen Fernseher wird die mitgelieferte Sensor-Kamera aufgestellt und per USB-Kabel mit Ihrer Xbox 360 verbunden. In dem ca. 20 cm schmalen Plastikgehäuse verbirgt sich das Herz des Kinect: Eine hochauflösende Kamera, die visuelle Veränderungen wahrnimmt (Bewegungen des Spielers), ein Infarotprojektor, der die Tiefeneindrücke verwertet (Entfernung des Spielers) sowie ein „Multiarray Microphone“ (Mikrofon), das Umgebungsgeräusche aufnimmt. Der speziell entwickelte Chip des Kinect fügt dann alle visuellen und auditiven Informationen zu einem Gesamtbild zur Verwertung zusammen.

Richtig Spielspaß kommt mit Kinect erst im Mehrspielermodus auf: Für die aktiven Spieler als auch für die Zuschauer, schließlich ist es für beide Seiten lustig, einmal selbst zu spielen und zum anderen die Spieler beim Herumhampeln zu sehen. Bisher sind die Spielmöglichkeiten mit Titeln wie „Natal Adventures“ (Microsofts mitgeliefertes Spiel zur Erweiterung), „Joy Ride“ oder „Shadow Complex“ zwar noch begrenzt, doch dürfte sich aufgrund der Einfachheit der Bedienung und des hohen Spaßfaktors für viele weitere interaktive Titel sorgen. Allerdings hat der Spaß auch seinen Preis: ca. 189 $ müssen Sie ersten Details zufolge veranschlagen.

Kinect – Jenseits der interaktiven Spiele

Kinect kann bei weitem mehr, als nur interaktiven Spielspaß bieten. So ist es für die interaktive Xbox 360-Erweiterug kein Problem, die Gesichter vieler Spieler zu speichern und wiederzuerkennen. Die Spieler erstellen sich, genau wie beim Konzept der Wii, eigene Avatare (Spielfiguren, die Ähnlichkeiten mit dem Spieler selbst haben) und Profile und finden sich spielend in sämtlichen Menüs zurecht. Das Mehrbereichsmikrofon erfasst ebenso die Stimme und erkennt diese wieder. Auch ist es nun möglich, mit dem Dienst Xbox Live so auch ohne Headset zu chatten.

Microsoft ist es also mit einem intuitiven, einfach verständlichen und modernen Konzept des Kinect / Natal durchaus gelungen, mit dem Konzept der Wii gleichzuziehen. Selbst Bewegungsmuffel werden bei dem Gefühl der Interaktivität Luftsprünge machen. Viel Spaß also beim Ausprobieren neuer virtueller Welten.

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