Wer erfand der Bunsenbrenner – wer hat Bunsenbrenner erfunden

Bunsenbrenner

Robert Bunsen: Erfinder des Bunsenbrenners. Robert Wilhelm Bunsen kam am 30. März 1811 in Göttingen zur Welt, als wohl noch niemand daran dachte, was dieses Baby einmal erreichen würde. Der so vielseitige Naturforscher wäre in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden.

Robert Bunsen, der nicht nur als einer der erfolgreichsten, sondern auch vielseitigsten Wissenschaftler gilt, entwickelte neben der Spektrenanalyse, die er mit seinem Kollegen Gustav Robert Kirchhoff ausarbeitete, eine Ausfertigung des nach ihm benannten Bunsenbrenners.

Robert Bunsen: Der Erfinder des Bunsenbrenners

Der nach dem Chemiker Robert Wilhelm Bunsen benannte kleine Gasbrenner wurde ursprünglich von Michael Faraday erfunden, jedoch von Bunsen perfektioniert.

Bei dem Bunsenbrenner handelt es sich um ein Gerät, das auf einem Fuß steht und an dem eine Gaszufuhr angebracht ist. Zusätzlich montierte Bunsen eine vertikale Röhre, durch die das Gas an einer regulierbaren Öffnung vorbeiläuft, durch die Luft angesaugt wird. An dem oberen Ende dieser Röhre wird das Gas entzündet und brennt.

Die dabei entstehende Flamme kann bis zu 1.500 °C heiß werden. Je mehr Luft durch die Öffnung eintritt und sich mit dem Gas vermischt, umso heißer brennt schließlich die Flamme.

Der Bunsenbrenner findet seine Anwendung zum einen im chemischen Labor, um Stoffe zu erhitzen und in der analytischen Chemie, bei der unter anderem Flammen gefärbt werden. Aber auch in der Küche kann man den Gasbrenner einsetzen, um beispielsweise Zucker zu karamellisieren.

Nicht weniger bedeutend war seine gemeinsame Entwicklung mit Gustav Robert Kirchhoff, der sich als Physiker aus Preußen insbesondere mit der Erforschung der Elektrizität beschäftigte. Gemeinsam kreierten die beiden Wissenschaftler im Jahr 1859 die Spektrenanalyse, dank der man dazu in der Lage ist chemische Elemente nachzuweisen. Dabei lenkt man Licht durch einen Spalt auf ein Prisma oder Gitter, wo dieses dann in seine Bestandteile zerlegt wird.

Das Leben eines Chemikers

Bunsen forschte und unterrichtete bis zu seinem 78. Lebensjahr in Heidelberg, wo er im Alter von 88 verstarb. Er wurde als Sohn des Literatur-Professors Christian Bunsen am 30. März 1811 in Göttingen geboren, seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Norddeutschland. Nachdem er sein Studium in Göttingen abgeschlossen hatte, wurde er Professor in Margburg und Breslau, bis er schließlich nach Heidelberg kam.

Von ihm wurde viel erwartet, was ihn oft zu beängstigen schien, jedoch gab es dazu, wie man anhand seiner bedeutenden Entwicklungen unschwer erkennen kann, nicht den geringsten Anlass, schließlich gilt er heute als einer der bedeutendsten Menschen des 19. Jahrhunderts.

Bunsen, der in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden wäre, bleibt in positiver Erinnerung: „Als Forscher war er großartig. Als Lehrer sogar noch großartiger. Als Mann und Freund war er der Größte.“ (Zitat: Henry Enfield Roscoe, Schüler und Freund Robert Bunsens)

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