Wer erfand den Döner – wer hat Döner erfunden

Döner

Die Geschichte des Döners. Er ist zu einem der beliebtesten Fastfood-Gerichte in Deutschland geworden. Der Döner Kebab. Nur seine Herkunft ist unbestritten. Von Currywurst mit Pommes über Hamburger bis Pizza. Fastfood ist ein fester Bestandteil der schnelllebigen Gesellschaft in Deutschland geworden. Essen auf die Hand, für unterwegs und zum Mitnehmen.

Jedes der schnellen Gerichte ist verbunden mit einer Geschichte, die ihren Weg und ihre Verbreitung in der Bundesrepublik erzählt.

1836 kam der erste Deutsche mit Döner in Kontakt. Es war Helmuth von Moltke, preußischer Militärberater und in der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Türkei zum Aufbau einer Armee tätig. Er berichtete von einem Kebab-Essen und von seiner Sehnsucht nach Kartoffeln.

Die Geschichte des Döners in Deutschland

Die Geschichte des Döners von heute soll schon in den Siebzigerjahren in Berlin begonnen haben. Dabei wird sich bis heute über den Erfinder gestritten, der letztendlich das Fleisch des „drehenden Spießes“ mit Salat und Soße in ein Fladenbrot packte.

Die einen sehen Kadir Nurman als den Vater des Döners, der ihn 1973 das erste Mal in seinem Berliner Imbiss in der Nähe des Bahnhof Zoo präsentierte. Allerdings wurde das Gericht noch nicht im Fladenbrot serviert, sondern in einem Brötchen mit Zwiebeln, Kopfsalat und einer Scheibe Tomate. Mit 1,50 D-Mark wurde der schnelle Snack für Zwischendurch schnell ein beliebtes Essen durch alle sozialen Schichten hinweg.

Hatte ein 16jähriger die Idee?

Andere hingegen glauben, der Erfinder des Kebab hatte schon 1971 die Idee des belegten Fladenbrotes gehabt. Der damals 16jährige Mehmet Aygün kam aus der Türkei, wo es den Döner schon in den Sechzigerjahren in ähnlicher Form gab. Er arbeitete in dem Imbiss seines Onkels im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Das Dönerfleisch wurde hier erst mit Reis und scharfer Soße angeboten. Da diese nicht immer für den europäischen Gaumen geeignet war, wurde eine knoblauchhaltige Joghurtsoße auf ein Fladenbrot geschmiert und zusammen mit Salat als „milde“ Beigabe dazu serviert.

Doch egal wer der wahre Erfinder des Döner Kebab ist, Fakt ist, das Fast-food wurde zu einem Erfolg. Heutzutage gibt es allein in der Hauptstadt des dreieckigen Brotes mehr als 1300 Dönerläden.

Der Döner in Europa

Europaweit hat sich der Snack verbreitet, dabei gibt es von Land zu Land unterschiedliche Gepflogenheiten in der Variation des Gerichtes. Während in Deutschland vorwiegend Salat mit Gurken und Tomaten sowie Krautsalat und Rotkohl zu einem Standard-Döner gehören, kommen in Italien Mais und Oliven dazu. In Frankreich gehören Pommes frites dazu, die in England noch mit Essig verfeinert werden. Mittlerweile hat der Döner in Deutschland sogar die Currywurst, das typisch deutsche Schnellgericht, von ihrem Thron gestoßen. Ist der Döner jetzt richtig typisch deutsch oder sind Deutsche die richtigen Typen für Döner? Und wird der Döner den Menschen eines Tages ersetzen? Auf jeden Fall könnten wohl beide nicht ohne den anderen existieren.

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