Wer erfand das Skateboard – Wer hat das Skateboard erfunden

Skateboard

Wild, gefährlich, unangepasst: Skateboardfahren ist kein Sport wie Volleyball oder Tennis. Wenn in der Innenstadt ein Skater gewandt vorbeirast, bleibt vor lauter Bewunderung wenig Zeit für Empörung. Bis heute ist Skateboardfahren kein Sport, in dem es um Leistung geht. Skateboardfahren soll einfach nur Spaß machen. Doch wo und wie nahm dieser “Spaß” eigentlich seinen Anfang? Wer hat das erste skateboard erfunden?

“Surfing the streets” – die Geschichte des Skateboards

Die Geschichte des Skateboards reicht zurück in die 50er Jahre und entwickelte sich aus der Verbindung von Surfbrettern und Seifenkisten. An selbstgebastelte Bretter wurden Rollschuhräder montiert und das Ganze wurde in Kalifornien, der ersten “Skateboardzone”, zum “fun after surfing” deklariert. In den 60er Jahren gründete sich die erste Skateboardfirma MAKAHA. Sie wurde von Skatern wie Woddy Woodward und Torger Johnson betrieben, die auch die ersten Skating-Contests in Kalifornien veranstalteten. Skaten sah jedoch damals noch ganz anders aus als heute und ähnelte eher “Ballett tanzen oder Schlittschuh fahren auf dem Skateboard”, wie der amerikanische Skate-Experte Steve Cave es formuliert.

Revolutionär für die Entwicklung des Skateboards war der Einsatz von Polyurethan-Rollen, die 1972 von Frank Nasworthy auf dem Markt gebracht wurden. Sie minimierten das bis dahin hohe Verletzungsrisiko, und werden auch heute noch für Skateboards verwendet. Skateboardfahren wurde immer populärer und entwickelte eine großen “Trick- und Skill”-Tradition. Der bekannteste Skateboard-Trick “Ollie” wurde nach dem Spitznamen von Alan Galfand 1978 benannt. Er etablierte den bis heute wohl berühmtesten Skateboard-Trick, auf dem fast alle anderen Tricks aufbauen.

Wer erfand das Skateboarding

Skateboardfahren wird nicht nur als Sport, sondern durchaus auch als Lebenshaltung verstanden. Kulturell kann die Art, wie Skateboardfahren im urbanen Raum auftritt, als subversive und systemkritische Performance verstanden werden. Doch auch das Skateboard und dessen Fahrer sind erwachsen geworden. 2012 wird das Skateboardzum ersten Mal als Disziplin bei den Olympischen Spielen in London fahren. Wir sind gespannt!

Ein Skateboard, gelegentlich verdeutscht auch Rollbrett genannt, ist ein Brett (Deck) mit zwei Achsen (Trucks) und vier Rollen (Wheels), auf welchem man sich stehend durch Abstoßen vom Untergrund mit einem Bein (Pushen) oder mittels einer besonderen Technik des abwechselnden Drucks beider Füße zu den Außenseiten des Skateboards (diagonal bis quer zur Fahrtrichtung) durch geschickte Gewichtsverlagerung (Pumpen) fortbewegen kann. Das Skateboard wird selten nur als reines Fortbewegungsmittel eingesetzt. Das Skateboarden (Skaten) hat sich vielmehr im Lauf der Jahrzehnte zu einer Sportart entwickelt mit einem reichen Repertoire an Kunststücken (Tricks) und einer eigenen Begrifflichkeit. Die Tricks bestehen dabei meistens aus Sprüngen mit dem Skateboard und werden oft in Kombinationen mit Drehungen des Brettes und des Körpers ausgeführt.

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