Wer entdeckte die Tomate

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Die Tomate – eine roh und gegart gesunde und schmackhafte Frucht. Die Tomate ist auf den Speisezetteln der Welt zu finden, denn sie ist nicht nur gesund, sondern außerordentlich wohlschmeckend. Lycopersicon esculentum, wie die Tomate auf Lateinisch heißt, gehört wie die Kartoffeln und die Auberginen zur Familie der Nachtschattengewächse.

Ihre Heimat ist Mexiko und Mittelamerika. Der Namen „Tomate“ wurde seinerzeit von dem aztekischen Wort „tomatl“ abgeleitet. Die ersten spanischen Siedler übernahmen ihren Anbau von den Einheimischen. Durch die Spanier gelangte sie, die damals noch eine kleine Frucht war, nach Europa. Im 16. Jahrhundert fand sie schließlich ihren Weg in die italienische Küche, wo sie im Lauf der Zeit zum beliebtesten Gemüse avancierte. Im übrigen Europa wurde sie bis ins 18. Jahrhundert überwiegend nur als Zierpflanze angebaut. Der Grund dafür war, dass man glaubte, sie könne Krankheiten verursachen. Tatsächlich enthalten die unreifen, noch grünen Früchte genauso wie ihre Blätter und Stiele, Solanin, ein giftiges Alkaloid.

Die Vielfalt der Tomatensorten ist beeindruckend

Tomaten werden heutzutage beinahe überall auf der Welt angebaut. Die Früchte wachsen auf strauchähnlichen, teilweise auch kriechenden Pflanzen. In den Tropen werden sie als zweijährige Pflanze kultiviert, während sie in gemäßigten Breiten nur eine Saison lang wachsen dürfen. Mittlerweile gibt es von ihnen viele Tausend unterschiedlliche Sorten. Von der kleinen Cocktailtomate bis zur kiloschweren Frucht sind nahezu alle Größenordnungen vertreten. Es gibt runde, flache, eiförmige, aber auch flaschenförmige Varianten in den unterschiedlichsten Farben. Reife Tomaten können grün, rot, rosa, orange oder auch gelb sein. Ihr Geschmack hängt ab von ihrem Gehalt an Säure bzw. Zucker, der auch von ihrem Reifezustand beeinflusst wird. Da sie tropische Pflanzen sind, brauchen sie sehr viel Sonne und Wärme. Gegen Ende des Sommers schmecken sie bei uns am besten.

Nur einwandfreie Tomaten für die Küche verwenden

Wer Tomaten verwendet, sollte darauf achten, dass ihre Haut unversehrt ist, und dass sie fest und glatt sind. Sie sollten weder weich oder fleckig, noch angeschlagen sein. Tomaten, die bereits zu reifen begonnen haben, d.h., wenn sie nicht mehr grün sind wie gänzlich unreife Früchte, können, wenn es draußen zu kalt geworden ist, problemlos zu Hause nachreifen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie zu diesem Zweck warm und dunkel gelagert werden. Da sie sehr kälteempfindlich sind, dürfen Tomaten keinesfalls im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Schälen lassen sie sich, nachdem sie 20-30 Sekunden lang in kochendes Wasser getaucht und anschließend kalt abgeschreckt worden sind.

Tomaten – in der Küche ungeheuer vielseitig

Tomaten werden roh oder gegart verwendet, als Salat, als Vorspeise oder zum Garnieren. Man verarbeitet sie zu Suppen, zu Tomatensaft, zu Tomatenmark oder -püree. Sie werden gefüllt, sind Bestandteile von Eintöpfen oder Risottos und dienen als Belag für die so beliebte Pizza. In der italienischen Küche sind sie ebenso wichtig wie in den Küchen Griechenlands, Spaniens, Mexikos und der Provence. Auch getrocknet werden sie gerne verwendet, wofür man sie in Olivenöl aufbewahrt.

Tomaten sind gesund

Abgesehen davon, dass Tomaten ausgezeichnet schmecken, sind sie darüber hinaus auch noch ausgesprochen gesund. Ihr roter Farbstoff Lycopin hemmt die Wirkung sogenannter freier Radikale im Körper und wirkt dadurch der Entstehung von Krebs entgegen. Allerdings kann der Körper das Lycopin nur gut verwerten, nachdem die Tomaten gegart worden sind. Tomaten enthalten viel Kalium und Betacarotin sowie die Vitamine C und E.

Der Energiegehalt von Tomaten ist sehr niedrig, sodass sie sich sehr gut zum Abnehmen eignen. Zwei mittelgroße Früchte liefern lediglich 22 kcal.

Manche Menschen entwickeln Allergien gegen die Tomaten, die sich meist in Form von Ekzemen äußern. Grüne, unreife Früchte können durch ihren Solaningehalt zuweilen der Auslöser für Migräne sein.

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