Wer hat den Trenchcoat erfunden?

Modeklassiker – Der Trenchcoat – Geschichte, Besonderheiten und Beliebtheitsgründe.

Was genau ist ein Trenchcoat? Was macht ihn so besonders und beliebt? Warum der klassische Mantel (noch) immer zu den modischen und stilvollen Kleidungsstücken zählt.

Der Frühling kommt und mit ihm mildere Temperaturen. Dennoch ist es oft für eine kurze Jacke oder einen Blazer noch zu kühl. Der Trenchcoat ist eine zeitlose und gleichermaßen modische Alternative.

Historische Fakten über den Trenchcoat

Der Trenchcoat war ursprünglich ein Teil der Ausrüstung der britischen Armee im Ersten Weltkrieg. Bereits in den 1870er Jahren entwickelte Thomas Burberry den Gabardine-Stoff, aus dem traditionellerweise die Trenchcoats gemacht wurden und 1879 wurde er zum Patent angemeldet. Gabardine ist ein einem in einem speziellen Verfahren gewebten Baumwollstoff. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs benutzten viele Soldaten ihren Trench auch im zivilen Leben. In den 1920er und 1930er Jahren wurde er auch bei Frauen beliebt. Seitdem ist er nicht mehr aus der Modewelt wegzudenken.

Besonderheiten in Schnitt, Form und Material

Charakteristisch für einen Trenchcoat sind Schulterklappen, Ärmelspangen, ein breiter Sattel vorne und hinten sowie ein Stoffgürtel mit Metallösen und einer lederüberzogenen Gürtelschnalle. Der originale Burberry-Trenchcoat ist zudem doppelreihig und Knöpfe aus Horn. Seit 1924 wurde der Trenchcoat von Burberry mit dem typischen kamel-schwarz-weiß-rot karierten herausnehmbaren Wollfutter ausgestattet.

Was macht den Trenchcoat so beliebt?

Der Trenchcoat ist in seiner klassischen Form und Farbe ein Kleidungsstück, das zu (fast) jedem Anlass, Outfit und Wetter passt. Ob bei noch kühlem sonnigen Wetter, – zum Beispiel kombiniert mit Sonnenbrille und Ballerinas, bei Regen – mit Gummistiefeln und Kopfbedeckung, oder bei typischem Aprilwetter mit Winterstiefeln und Schal – der Trenchcoat ist ein Allroundtalent für tagsüber. Aber auch abends ist er ein idealer Begleiter: Egal ob zu Jeans und Pumps oder als Überwurf auf dem Weg in Theater oder in den Club: mit einem Trench ist man stilsicher und modisch zugleich gekleidet. Durch den Gürtel, den man entweder locker geknotet hinten, ganz offen, oder vorne geschlossen oder geknotet tragen kann, steht ein Trench eigentlich jeder Frau – unabhängig von Größe, Figur und Typ.

Modische Variationen des klassischen Trenchcoats

Neben dem klassischen Trenchcoat sind auch zunehmend veränderte Formen und Farben zu finden. Die Variationen beziehen sich sowohl auf die Länge des Trenchs, als auch auf die Veränderung der klassischen Details wie Armspangen, Gürtel, Sattel und Schulterklappen, aber auch das Material, Innenfutter und die Schnittform (Länge, Ärmellänge, weitere oder sehr schmaler Schnitt, eingearbeitete Falten im unteren Teil, oder Paspelierungen).

Welcher Trench für welche Figur?

Frauen mit einer weiblichen Figur steht besonders ein klassische geschnittener Tranch gut – durch den Gürtel kann eine schöne Sanduhrsilhouette erzielt werden, die die Taille hervorhebt.

Frauen mit eher burschikosen Formen à la Twiggy sollten darauf achten ein eher kürzeres Modell auszusuchen, oder ein besonders schmal geschnittenes. Toll ist auch hier der Gürtel: mit ihm kann man eine Taille vortäuschen, die vielleicht gar nicht so ausgeprägt vorhanden ist.

Kleine Frauen sollten vor allem darauf achten, dass der Trenchcoat nicht zu lang ist, sonst wirkt man schnell gedrungen. Ideal ist daher eine Länge, die das Knie umspielt.

Hat man gerade noch ein paar Pfunde zuviel Winterspeck auf den Hüften oder ein wenig Bauch, so eignet sich ein Trench hervorragend zum kaschieren: einfach den Gürtel hinten locker knoten oder hängen lassen – auf keinen Fall zumachen oder vorne knoten.

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