Wer hat den Buddhismus Gegründet

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Dieser Artikel gibt einen kurzen Einblick in das Leben des Buddha und die Entwicklung der Buddhistischen Schulen. Buddha – ein Name, den sicherlich jeder schon einmal zu Ohren bekommen hat. „Ein buddhistischer Gott oder Halbgott“, behaupten viele zu wissen. Eine Annahme, die jedoch keinesfalls zu bestätigen ist. Der Buddha, dessen Lehre heute noch in den verschiedensten buddhistischen Schulen vertreten wird und unter anderem im Tipitaka, dem „Dreikorb“ niedergeschrieben wurde, war ein Mensch. Im Folgenden werden das Leben des Erleuchteten und wichtige Stationen in der Geschichte des Buddhismus beschrieben.

Das Leben des Buddha

Im Jahre 560 vor Christus wurde der Junge Siddharta Gautama im Geschlecht der Schakja – also in besten Verhältnissen, da diese Familie sehr angesehen und reich war – geboren. Er verbrachte beinahe sein ganzes Leben – einen großen Teil davon mit seiner Frau und seinem Sohn – in Magadha, Indien, bis er 531 vor Christus seine Familie verließ und sich in die Einsamkeit zurückzog. Zuerst versuchte er sich als Schüler der Brahmanen, danach als kasteiender Asket. So verbrachte er sieben Jahre, immer strebend und lernend, bis er 527 vor Christus schließlich die vollkommene Erleuchtung erreichte. Bis zu seinem Tod 477 vor Christus zog der Buddha lehrend durch Indien, gewann sehr viele Anhänger und gründete mit ihnen den Mönchsorden „Sangha“.

Die erste Predigt des Erleuchteten fand in Benares statt und inkludierte unter anderem die vier heiligen Wahrheiten: vom Leide, von der Ursache des Leides, von der Aufhebung des Leides und schließlich von dem zur Aufhebung des Leides führenden Pfad. Dieser „Buddha-Marga“, der Pfad des Buddha, leitete viele Menschen – auch die, welche sich ihm nicht anschlossen – in ihrem Leben und garantierte ihnen, sollten sie ständig streben und nach der Wahrheit suchen, die Erlösung, also die Wiederfindung im Nirwana. Später, nach seinem Tod, wurden zur Pflege und Ausübung dieses Buddha-Kultes Klöster für Mönche und Nonnen erbaut.

Geschichte des Buddhismus

Bald nach dem Tod des Buddha 477 vor Christus tagte in Radschagriha ein erstes großes Konzil unter der Leitung von Ananda, dem Lieblingsjünger Buddhas, um dessen Lehren in einem einzigen Kanon zu vereinigen. Nach einem zweiten Konzil in Waischali fand 245 vor Christus ein drittes, geleitet von Kaiser Aschoka, in Patna statt, nach dem der Buddhismus in verschiedene Schulen gespalten wurde. Diese wurden in den Mahajana-Buddhismus, das große Fahrzeug, den Hinajana-, das kleine Fahrzeug, oder Theravada-Buddhismus und den Wadschrajana-Buddhismus, das Diamant- oder Donnerkeil-Fahrzeug, eingeteilt.

In allen diesen Richtungen werden letztendlich jedoch die gleichen Ziele angestrebt: das Entfalten der inneren Fähigkeiten und somit des gesamten innewohnenden Potentials eines Menschen, das Erlangen von Geistesruhe und Erkenntnis und schließlich die Verwirklichung der vollkommenen Erleuchtung.

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