Wer erfand den Computer – wer hat Computer erfunden

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Heutzutage sind Computer sowohl im beruflichen wie privaten Bereich allgegenwertig. Computer haben die Welt verändert. Es gibt heute kaum noch einen Bereich des täglichen Lebens, der ohne sie auskommt. Integrierte Kleinstcomputer dienen beispielsweise zur Steuerung von Waschmaschinen, DVD-Rekordern, Kaffeemaschinen und anderen Geräten. Den ersten frei programmierbaren mechanischen Rechner (Z3) stellte Konrad Zuse im Jahr 1938 der Öffentlichkeit vor. Im weitesten Sinne entsprach er bereits dem Begriff, der sich in der Folge für diese Maschinen etablierte.

Der erste vollelektronische digitale Computer wurde im Jahr 1946 von den amerikanischen Wissenschaftlern John William Mauchly und John Presper Eckert gebaut. Er trug die Bezeichnung ENIAC (Electronic Numerical Integrator and Computer). Das Gerät bestand aus 18.000 Radioröhren, verbrauchte soviel Strom wie eine Kleinstadt und war so groß wie ein Einfamilienhaus.

ENIAC konnte nicht besser rechnen als ein moderner Taschenrechner

Doch trotz dieser riesigen Ausmaße brachte ENIAC nur eine Leistung, die der eines modernen Taschenrechners entspricht. Er beherrschte die vier Grundrechenarten, Wurzelziehen und Prozentrechnung. Schon dieses Beispiel zeigt, welche Fortschritte die Computer-Technik in den letzten Jahrzehnten gemacht hat. Ein Gerät, das so groß wie ein Haus war und dessen Entwicklung mehrere Millionen Dollar gekostet hatte, konnte nicht besser rechnen, als ein Taschenrechner, den man für ein paar Euro in jedem Geschäft kaufen kann.

Trotzdem hat sich die Arbeitsweise von Computern in all den Jahren kaum verändert. Noch immer rechnen sie nach derselben Methode. Computer kennen nur zwei Begriffe: Der eine heißt „Ja“ oder „Eins“, der andere „Nein“ oder „Null“. Computer arbeiten also nur mit zwei Zahlen, nämlich der 1 und der 0. Wenn der Stromkreis geschlossen ist, bedeutet es 1; ist er offen und es besteht kein Kontakt, so heißt es 0. Beim ersten Computer waren es Radioröhren, die – je nach Schaltung – elektrischen Kontakt herstellten – oder nicht. In einem Taschenrechner sind es sogenannte Mikroprozessoren, die aus halbleitenden Metall-Legierungen bestehen.

Computer sind dem menschlichen Gehirn an Geschwindigkeit überlegen

Ein Mikroprozessor (Chip) ist kleiner als ein Fingernagel, aber er übernimmt die Aufgabe von Hunderten von Radioröhren des ersten Computers ENIAC. Da alle Computer nur mit den zwei Zahlen 1 und 0 arbeiten, bezeichnet man ihre Rechenweise als binär (bi = griechisch 2). Für Menschen, die nach dem Dezimal-System rechnen (deka = griechisch 10), ist diese Methode sehr unpraktisch. So wird die Zahl 1024 im Dezimal-System mit nur vier Ziffern geschrieben.

Die binäre Rechenweise hat dagegen elf Ziffern. Der Computer setzt das Dezimal-System nach folgendem Prinzip in sein binäres System um: Für die 0 und die 1 benützt er ebenfalls die Ziffer 0 bzw. 1. Da er aber nur mit zwei Zeichen arbeitet, benötigt er für die 2 eine Kombination der beiden binären Zeichen, also 1-0; die Dezimalzahl 3 heißt in der Computersprache 1-1. Für die Zahl 4 muss er bereits drei Zeichen verwenden: 1-0-0. Mit anderen Worten, immer dann, wenn alle Kombinationsmöglichkeiten der jeweiligen Einser und Nullen erschöpft sind, fügt der Computer eine weitere 0 bzw. 1 hinzu. In der Computersprache sieht die Zahl 1024 dann so aus: 1-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0. Auf den ersten Blick mag diese Methode umständlich erscheinen, trotzdem ist ein Computer dem menschlichen Gehirn an Geschwindigkeit überlegen. Grund dafür ist der elektrische Strom, der die einzelnen Vorgänge auslöst. Er bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit (300.000 Kilometer in der Sekunde).

Durch die Erfindung des Mikroprozessors wurden Computer immer leistungsfähiger

Computer können aber nicht nur rechnen, sondern auch Daten speichern, die jederzeit in Sekundenbruchteilen wieder abrufbar sind. Die Größe der Daten wird in Byte gemessen. 1 Byte entspricht einem Zeichen in einem Text. 1024 Byte sind 1 Kilobyte, 1024 Kilobyte ergeben 1 Megabyte, 1024 Megabyte entsprechen 1 Gigabyte, und 1024 Gigabyte sind 1 Terabyte.

1947 wurde der erste Transistor realisiert. Die maßgeblich an der Entwicklung beteiligten Wissenschaftler John Bardeen, William B. Shockley und Walter Brattain erhielten 1956 den Nobelpreis für Physik. Mit der Erfindung des serienmäßig produzierbaren Mikroprozessors in den 1970er Jahren wurden die Computer immer kleiner und leistungsfähiger. Doch es sollte noch ein Jahrzehnt dauern, bis die ersten Geräte ein breites Publikum fanden. Am erfolgreichsten war die Firma Commodore, die Anfang der 1980er Jahre einen Heimcomputer mit 8-Bit-Mikroprozessor und einem Arbeitsspeicher von 64 Kilobyte präsentierte. Bis heute gilt der Commodore 64 als meistverkaufter Computer aller Zeiten.

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